Am vergangenen Freitag war wieder unserer wöchentliche Pokerrunde. Und der Abend begann denkbar schlecht. Ich bekam eine gute Starthand nach der anderen ausgeteilt, konnte aber keinen Profit rausschlagen.
Die Schlüsselhand des Abends beschäftigte mich dann eine ganze Zeit lang.
Blinds 100/200
Ein Rock raised auf 1,1k, die Calling Stattion callt wie nahezu jede Hand. Ich blicke in meine beiden Karten und mit Freude sehe ich AKo. Kurz überlegt dann ein kräftiger raise auf 3,8k. Mein Brüderchen (ein sehr tighter und solider Spieler) nimmt sich auch Zeit ehe noch einmal einen drüber setzt und auf 8k raised. Der ursprüngliche Raiser steigt aus eben so wie die Caling Station und ich stehe vor der schwierigsten Entscheidung des Abends. Den Rock gab ich auf jeden Fall ein A; der Manic brachte folgende Bemerkung als ich nachdachte: „ 3,8 hätte ich auch noch locker damit gecallt aber 8k sind dann doch zuviel.“ Auch ihm musste ich ein K oder A geben. Erschwerend kam hinzu dass mich mein Bruder gut kennt und weis, dass er so eine Aktion wirklich nur mit einer absoluten Monsterhand machen konnte. Da ich aber die beiden ausgestiegenen Spieler jeweils ein A gab kam als mögliche Hände für mich nur noch QQ und KK in Frage. Und somit gab ich zum 4. Mal in meiner gesamten Pokerkarriere AK vor dem Flop auf. Ganz bestimmt kein leichter Fold. Er zeigte KK und ich fühlte mich in meinen Überlegungen absolut bestätigt. Wir legten dennoch das Board und mit erschrecken musste ich mir auf dem River ein Ass ansehen. Dennoch würde ich in der gleichen Situation sicher wieder so reagieren.
Auch im weiteren Verlauf des Abends wurde ich zum Tisch Feigling lief gegen den ein oder anderen Bluff. Aber gerade dieses Image sollte später noch der Schlüssel zum Erfolg sein. Mit 25s gewann ich später einen riesen Pot mit vollendeter Straße gegen ein geflopptes Set, kurz darauf hatte ich selbst das gefloppte Set und lief gegen Top pair die unsere Calling Station am Tisch pushed. Und so konnte ich innerhalb von wenigen Minuten von 2 Spielern ihre gesamten Chips nehmen. Von 20€ Verlust auf 40€ Gewinn. Am Ende gewann ich beim Spiel um die letzten Restchips noch das Heads Up und freute mich schließlich über 67€ Profit, mein drittbestes Ergebnis bisher im Live Poker.
Spielanalyse und großartige Lay Down machen am Ende den Unterschied im Poker. Mit guten Karten zu gewinnen ist nicht schwierig, diese im richtgien Moment nicht zu überspielen und auch mal aufgeben zu können ist schwer.
Mein Image ist durch diesen Abend auf jeden Fall wieder deutlich tighter geworden. Ich habe einen völlig anderen Stil wie die letzten Male verfolgt. Die Mischung macht es. Ich pflege mein tightes Image aber bleibe dennoch unberechenbar und kann mit Schmutzhänden wie 25s jede Menge Geld gewinnen. Dass es aber sicher nicht jeden Abend so toll laufen kann ist auch klar.
Die Vorfreude auf nächsten Freitag ist dennoch jetzt schon spürbar. Bis zum nächsten Mal wünscht euch der Pokergin ein gutes Blatt !!!
Sonntag, 15. März 2009
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